Auftaktsitzung der Arbeitsgruppe Interreg Polen – Sachsen 2028-2034

Auftaktsitzung der Arbeitsgruppe Interreg Polen – Sachsen 2028-2034

09.06.2026

I. Sitzung der Arbeitsgruppe zur Programmplanung des Kooperationsprogramms Interreg Polen – Sachsen 2028-2034

Am 9. Juni 2026 nahm die Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Interreg-Programms Polen–Sachsen 2028–2034 ihre Tätigkeit auf. Ziel der Arbeitsgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen und Interessengruppen zusammensetzt, ist die gemeinsame Erarbeitung der Grundlagen des Programms für die kommende Förderperiode.

Die Sitzung fand in Szklarska Poręba (Schreiberhau) statt. Die Teilnehmenden wurden persönlich vom Bürgermeister der Stadt, Herrn Paweł Popłoński, herzlich begrüßt. Die Stadt ist nicht nur das Herz des Riesengebirges, hier wird auch ein unserer Projekte: „Architekt – Deutsch-polnischer Architekturpfad“ umgesetzt.

Das Treffen begann mit der Disskusion zur Arbeitsweise der Gruppe. Anschließend präsentierten die Vertreter der Verwaltungsbehörde – des Ministeriums für europäische Fonds und Regionalpolitik der Republik Polen – den Stand der Verhandlungen über den neuen Rechtsrahmen für die Interreg-Programme auf Ebene der Europäischen Union sowie die neue Interventionslogik. Unter Interventionslogik wird der Zusammenhang zwischen den geplanten Projektmaßnahmen, den angestrebten Ergebnissen und der Lösung des identifizierten Problems verstanden.

Der letzte Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Festlegung der Aufgabenverteilung sowie eines vorläufigen Arbeitszeitplans.

Entwicklung der sächsisch – polnischen Grenzregion

Die Arbeitsgruppe wird sich mit Entwicklungsperspektiven des polnisch-sächsischen Grenzraums befassen. Dabei geht es insbesondere um die Ermittlung der Bedarfe der Region und den zielgerichteten Einsatz europäischer Fördermittel. In der Arbeitsgruppe arbeiten Vertreterinnen und Vertreter folgender Institutionen und Organisationen mit:

  • polnische und sächsische Ministerien,
  • kommunale und regionale Selbstverwaltungen,
  • Euroregionen,
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen,
  • Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Bildung, Tourismus und Handwerk,
  • Jugendorganisationen,
  • Organisationen, die sich für soziale Teilhabe, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung einsetzen,
  • Organisationen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und Seniorinnen und Senioren
  • Organisationen, die sich mit Schutz der Menschenrechte befassen

Die Arbeit der Arbeitsgruppe wird zudem von einer Vertreterin der Europäischen Kommission begleitet, die seitens der Kommission für unser Programm zuständig ist. Die Koordinierung der Sitzungen übernimmt das Team des Gemeinsamen Sekretariats.

Ein neuer Ansatz: von der Kostenerstattung zur ergebnisorientierten Bezahlung

Die Europäische Kommission führt für die Interreg-Programme nach 2027 einen neuen Ansatz für die Verwaltung, Umsetzung und Abrechnung von Projekten ein, den sogenannten Performance Based Approach (P-BA). Mit diesem Ansatz verlagert sich der Schwerpunkt von der Ausgabenüberwachung hin zur Erzielung konkreter Ergebnisse. Dies ist die wichtigste Änderung im Ansatz der Europäischen Kommission für die künftige Programmplanung.

Hauptziele der Förderung

Zu wichtigsten Schwerpunkten der Kohäsionspolitik im künftigen Interreg-Programm gehören:

  • Sicherung eines nachhaltigen Wohlstands der Regionen durch die Förderung u. a. der Bereiche Verkehr, Klima und Umwelt,
  • soziale Angelegenheiten und die Förderung von Investitionen u. a. in Menschen, Bildung und Gesundheit
  • Schutz der Grundrechte durch die Förderung u. a. der institutionellen Kapazitäten und durch Kultur

Die spezifischen Ziele werden von der Arbeitsgruppe auf der Grundlage von Fachwissen in dem jeweiligen Bereich und der Kenntnis der Gegebenheiten im Förderregion erarbeitet..

An dieser Stelle möchten wir den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und den Begleitpersonen der Sitzung herzlich für die konstruktiven Gespräche danken, ebenso wie den Dolmetschern für ihre unschätzbare Hilfe bei der Verständigung zwischen den polnischen und deutschen Partnern. Wir wünschen weiterhin eine erfolgrecihe Zusammenarbeit!